«

»

Asus Memo Pad HD7 – ausführlicher Testbericht und Bilder

Asus Memo Pad HD7
Das Asus Memo Pad HD7 ist bereits in Deutschland verfügbar und damit einen Monat früher, als ursprünglich geplant. Da ich das Tablet über Amazon rechtzeitig bestellt hatte, war ich einer der ersten beim Deutschlandstart, der das gute Stück in den Händen halten konnte. Heute möchte ich euch meine Eindrücke und Erfahrungen mit dem Asus Tablet mitteilen.

Eines möchte ich gleich vorweg nehmen: Ich bin iPad mini Nutzer und daher sehr verwöhnt, was Optik, Handling und Performance angeht. Trotzdem werde ich versuchen, meinen Testbericht so neutral zu halten wie möglich. Auch wenn ich in meinem Artikel das Asus mit dem iPad mini Tablet direkt vergleichen werde. Mir ist bewusst, dass wir hier von einem Mittelklasse und einem High-End Tablet sprechen und das nicht nur in Sachen Kaufpreis.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist mehr als minimalistisch gehalten. Neben dem Asus Memo Pad HD7 gehören noch ein USB Kabel, Netzstecker, Garantiekarte und kleines dünnes Heftchen dazu, in dem kurz und knapp die wichtigsten Informationen zu finden sind.

Haptik

Nach dem entfernen der Folie rings um das Tablet empfängt einem ein doch recht dick und schwer wirkendes Tablet. Die Rückseite ist komplett aus Kunststoff, vermutlich Polycarbonat, dass in den meisten Tablets und Smartphones verbaut wird. Unten befindet sich ein lange schmale Vertiefung, unter dieser wurde der Lautsprecher verbaut. An der rechten Seite befinden sich die Lautstärke-und Powertaste. Auf der linken Seite ist der Einschub für die MicroDS Karte zu finden. Oberhalb und mittig kann man die Kamera erkennen. Die Linse ist ein wenig erhoben vom Rest der Rückseite. Darunter befindet sich der ASUS Schriftzug. Oben am Rand wurde noch der Micro USB Anschluss, sowie der Kopfhöreranschluss verbaut.

Die Vorderseite besteht aus Glas, auf der man unten wiederrum einen ASUS Schriftzug erkennen kann. Weiter oben befindet sich die Frontkamera.

Was mich ein wenig stört ist, dass Gefühl zu haben, Plastik in der Hand zu halten. Auch finde ich es im Gegensatz zum iPad mini zu schwer. Desweiteren verstehe ich bis heute nicht, warum man es nicht schafft, einen schmaleren Rand um das Display zu bauen, anstatt diesen unschönen breiten Rand. Andere Hersteller bekommen das doch auch hin. Die Lautstärke-und Powertaste befinden sich schlecht erreichbar an der rechten Seite etwas unterhalb. Ich bin ständig immer wieder auf der Suche nach den beiden Tasten gewesen und schnell hat man diese auch verwechselt. Somit war es schwer „blind“ die Tasten zu benutzen.

Software

Als Betriebssystem ist Android 4.2.1 Jelly Bean installiert. Ich denke, dazu muss ich nicht mehr viel schreiben und viele Android Nutzer werden die Version bereits auf ihren Geräten installiert haben. Nach der Ersteinrichtung hat man schnell seine eigenen Apps installiert und schon kann es losgehen. Meint man zumindest, denn will man Real Racing 3 spielen, stürzt das Tablet in aller Zuverlässigkeit ab. Wie sich herausstellte, liegt dieses nicht am ASUS Tablet, sondern am Spiel selbst. Das sorgte bereits beim Samsung Galaxy S4 für Abstürze. Modern Combat wiederum lief sehr flüssig und ohne Ruckler. Eher sporadisch schafften es andere Apps, dass diese einfach kurz nach dem Start beendet wurden. Das liegt nun eindeutig am ASUS Tablet, da die Anwendungen auf anderer Hardware stabil liefen.

Per Wischgesten kann man schnell und ohne sichtbare Verzögerungen zwischen den einzelnen Homescreens wechseln. Das starten und öffnen einer Anwendung geht genauso schnell vonstatten. Da gab es bei meinen Tests nichts auszusetzen.

ASUS liefert selbst eigene Anwendungen wie Asus To-DO, Asus Story, Asus Artist, Energiesparer, Dateimananger, Anw.-Sicherung, App Locker, AudioWizard, Asus Splendid, Asus Webstorage, BuddyBuzz, Kindersicherung, MyBitCast, Video Studio, Asus-Bildschirmschoner sowie diverse Anwendungen von Drittanbietern mit.

ASUS Floating Apps-Funktion ermöglicht die gleichzeitige Darstellung und die parallele Nutzung mehrerer Apps in verschiedenen nach Belieben konfigurierbaren Fenstern. SuperNote Lite macht das MeMO Pad HD zum multimedialen Notizbuch mit hohem praktischem Nutzen in Uni, Schule oder Business-Meeting. Fotos können in Notizen eingefügt und handschriftlich kommentiert, getippte Texte via Sprachmemo ergänzt oder kreative Scribbles per Fingertipp gezeichnet werden. ASUS BuddyBuzz vereint und managed Ihre Social-Aktivitäten in einer einzigen App. Ein Aufruf von BuddyBuzz genügt und Sie wissen auf einen Blick, was bei Facebook abgeht, was es Neues bei Plurk gibt und was bei Twitter läuft.

Die virtuelle Tastatur ist gut platziert und die Druckpunkte reagieren perfekt auf die Eingabe. Das Schreiben macht wirklich Spaß und selbst längere Texte werden auf Dauer nicht anstrengend für Finger und Augen.

Hardware

Das MeMO Pad HD hat standardmäßig einen 16 GB großen Flash-Speicher integriert und kann via microSD-Karteslot um bis zu 32 GB erweitert werden. Daten, Fotos oder Videos können zudem einfach via Micro-USB vom PC aufs MeMO Pad HD übertragen werden und umgekehrt. Weiter ist ein 1.2 GHz Quad Core Prozessor MediaTek MTK8125, PowerVR SGX544-Grafikchip, 7″ Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln, 1 GB RAM, 5 Megapixel Kamera auf der Rückseite und eine 1.2 Megapixel Kamera vorn verbaut. Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat und Glas. Gewicht 302 Gramm. Der Einschub für die Micro-SD Karte ist nicht mit einer Klappe o.ä. abgedeckt, die Karte wird mit einem Druckmechanismus eingeschoben und entriegelt.

Display

Mit einer Pixeldichte von 216 ppi, einer Leuchtkraft von 300 nits und einer Auflösung von 1280×800 kann das 10-Finger-Multitouch-Display im MeMO Pad HD durchaus überzeugen. Videos, Bilder, Texte, Games werden dank IPS-Displaytechnologie bis ins Detail scharf, hell und farbintensiv wiedergegeben. Mit 170°-Betrachtungswinkel kann man nahezu aus fast jeder Perspektive den Bildschirm ablesen. Für individuelle Betrachtungs-Modi und das stets perfekte Bild sorgt zusätzlich die ASUS Splendid-Technologie, die feinste Bildoptimierungen ermöglicht.

GPS – Navigation

Unklar war bei der Vorstellung des Asus Memo Pad HD7 ob ein GPS Modul verbaut wurde, um damit Navigationslösungen nutzen zu können. Ich kann bestätigen, hat es und die Navigation funktioniert sogar richtig gut. Zum Einsatz kam bei mir CoPilot. Eine sehr gute und preiswerte Navigationslösung, über die ich schon mehrfach in meinem Blog geschrieben hatte. Einziges Manko, beim starten der Navigation dauerte das Suchen der GPS Satelliten oftmals sehr lange. Ware diese jedoch gefunden, lief die Navigation vom Start bis zum Reiseziel sehr zuverlässig.

Fernsehen – Tizi – Livestream

Um Fernsehen auf dem Tablet zu schauen, nutze ich zum einen tizi und zum anderen Livestreams, wie zum Beispiel die N24 nexT App. Die Einrichtung von tizi inklusive Sendersuche ist innerhalb von zwei bis drei Minuten erledigt. Das Fernsehbild wird erstklassig angezeigt und bei der Wiedergabe kam es selten und wenn dann nur sehr kurz zu verpixelten Darstellung. Niemals aber so, das es störend wirkte. Beim Livestream von N24 gab es auch nichts auszusetzen, vorausgesetzt eine halbwegs schnelle -WLAN Verbindung.

Kamera- und Videofunktion

Wie bereits erwähnt, hat das Asus eine 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und die wollte ich natürlich auf Herz und Nieren prüfen. Erwartet aber nicht zu viel von der Fotoqualtiät. Sieht man bei Innenaufnahmen, die direkt vor einem geöffneten Fenster und bei bedeckten Himmel gemacht wurden, bereits schon Farbrauschen, wird das bei Nachtaufnahmen nur noch schlimmer. Bei besten Lichtverhältnissen im freien liefert die Kamera recht gute Ergebnisse ab, die sich durchaus sehen lassen können.

In den Kamera-Optionen stehen verschieden Kameraeffekte und Einstellungen zu Verfügung. So kann man bei Fotos und Videos aus Filtern wie Pipette, Vintage Nostalgie, Lomo, Graustufe, Negativ, Sephia, Vampir, Unterwasser oder auch Nachtsichtbrille auswählen. Ob der Effekt dann immer das gewünschte Ergebnis liefert, muss jeder für sich entscheiden. Die Kameraauflösung kann zwischen 0.8 bis 5 Megapixel geändert werden. Der Kamermodus liefert Auswahlmöglichkeiten wie Panorama, HDR, Hoch-oder Querformat, Nachtaufnahme, Schnee, Sonnenuntergang, Party, Hintergrundbeleuchtung und Lebendig. Hier hat sich Asus nicht lumpen lassen und liefert einige Kamera Features gleich mit.

Asus Memo Pad HD 7 Testvideo

Akkulaufzeit & Benchmark

8 bis 10 Stunden Akkulaufzeit werden angegeben mit einem 1 Zellen Akku und 7 Watt. Das kann ich bestätigen, dass Asus Memo Pad HD7 ist sehr genügsam, selbst bei grafisch anspruchsvollen Spielen. Benchmarkergebnisse über Antutu lagen bei 12150. Der Quadrant Benchmark brachte ein Ergebnis von 3766 und damit lag das Asus Memo Pad HD7 an dritter Stelle, hinter dem Asus Transformers Prime TF201 und HTC One X.

Fotovergleich mit dem iPad mini

Fazit

Für 149 Euro kann man natürlich keine erstklassige Qualität wie bei iPad erwarten, da ich ansonsten ein Mittelklasse mit einem Highend Tablet vergleichen würde. Das fängt von der Materialauswahl an und hört bei der Performance auf. Das Asus Memo Pad HD7 knarzt an allen vier Ecken und gegenüber dem iPad mini hat man das Gefühl einen Backstein in den Händen zu halten, da es allein schon doppelt so dick ist. Dennoch bekommt man für das Geld ein gutes Stück Hardware geliefert. Die Performance reicht für Spiele wie Modern Combat 3 vollkommen aus. Das Spiel läuft flüssig und ohne Ruckler. Anwendungen lassen sich schnell starten und auf Eingaben oder Wischgesten reagiert das Tablet sofort und sehr genau. Das Display ist wirklich ausgezeichnet, da konnte ich nichts negatives feststellen. Fotos und Videos werden Farbecht wiedergegeben. Zum Lesen von Büchern ist das Tablet nur bedingt zu gebrauchen, da es dank der Dicke doch etwas unangenehm auf Dauer in der Hand zu halten ist. Bei optimalen Lichtverhältnissen liefert die Kamera gute Bilder ab, die man sicherlich auch für das heimische Fotoalbum oder die Pinnwand ausdrucken lassen kann.

Einen großen Vorteil gegenüber anderen Tablets hat das Asus, man kann es sogar mit Handschuhen bedienen. Trotz einiger Negativ Punkte hinterlässt das Asus Memo Pad einen guten Eindruck und ist für das Preis-Leistungs-Verhältnis aktuell das Bessere auf dem Markt.

The following two tabs change content below.
Blogger, Fotograf, Techie, Kindle Leser, iOS und Android Fan, Weltenbummler, Espresso Konsument aus Frankfurt am Main, Berliner mit Leib und Seele, halber Sachse, BVB Fan aus vollem Herzen. Verfolge auch meine Blogs sportathlete.de und blogfotografie.de Hier geht es zu Google Currents und RSS!

Über den Autor

Michael Wünsche

Blogger, Fotograf, Techie, Kindle Leser, iOS und Android Fan, Weltenbummler, Espresso Konsument aus Frankfurt am Main, Berliner mit Leib und Seele, halber Sachse, BVB Fan aus vollem Herzen.

Verfolge auch meine Blogs sportathlete.de und blogfotografie.de

Hier geht es zu Google Currents und RSS!

6 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. berliner

    Hi. Danke für deinen sehr ausführlichen Testbericht.
    Bin selber auch sehr zufrieden mit dem Tablet. Für den Preis wirklich eine absolute Kaufempfehlung, würde ich behaupten.
    Ich habe es sogar für 99€ erstanden, war ein zeitlich begrenztes Angebot mit 0% Finanzierung. 🙂

    Frage: Gibt es Infos wann die passenden TransCover auf den Markt kommen werden? Auf der ASUS Webseite findet man sie schon.

  2. bloghandy.de

    Darüber habe ich leider bisher auch keine Infos, heißt wohl noch ein wenig gedulden.

  3. Hendrik

    Hallo,
    ich habe auch real racing installiert und das pad ist natürlich abgestürzt. Meine Frage jetzt: Wie bekomme ich es wieder zum Laufen? Power -Knopf drücken bringt nichts? Was also tun?

    Danke für die Hilfe.

    LG
    HH

  4. bloghandy.de

    Welches iPad nutzt Du denn? Welchen Teil von Real Racing nutzt du? Schon mal alle Anwendungen im Hintergrund beendet und nur Real Racing gestartet? iPad neu gestartet und dann nochmal probiert?

  5. Marie

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage zu dem Asus memopad, ich habe das 10er gerät ( ME302C) und würde auch so gerne mal streams sehen, das klappt aber nicht. Haben Sie a eine Tip für mich? Also andere als via TiZi Livestream.

    Danke. Marie

  6. bloghandy.de

    Hallo Marie,
    meinst du DVB-T Fernsehen oder meinst du Livestreams aus dem Internet?

Schreibe einen Kommentar