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Samsung Galaxy Note II – Mein persönlicher Erfahrungsbericht


Auf der IFA in Berlin wurde es vorgestellt und durchweg alle waren begeistert. Die Rede ist vom Samsung Galaxy Note II. Der Hype war riesig und meine Vorfreude auch. Drei Jahre war ich Apple treu, da kein anderer Hersteller bis dato ein gleichwertiges bzw. höherwertiges Smartphone bieten konnte. Bis Samsung anfing die Welt zu erobern. Los ging es mit dem Samsung Galaxy S III, das schon ein hervorragendes Gerät ist. Das Display mir persönlich noch zu klein, da ich inzwischen das Note I bereits bei einem Kollegen testen konnte und mehr als begeistert war. Dann kam das Note II mit einem 5,55 Zoll großen Display, 2 GB RAM und einer technischen Ausstattung, die seinesgleichen sucht. Ja ich bin begeistert! Begeistert davon das Samsung es endlich geschafft hat, mich und viele anderen wieder von ihrer Hardware zu überzeugen. Zu schlecht war der Ruf vom miesen Support, Fimrware Updates die es selbst für Neugeräte nur unzureichend oder überhaupt nicht gab.

Ungefähr zwei Wochen musste ich länger auf mein Samsung Galaxy Note II in marble-weiß warten, als andere, die sich das Gerät in titanium-grau bestellt hatten. Das Warten hat sich meiner Meinung nach gelohnt, denn in marble-weiß hat es voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Nach gut einer Woche kann ich nur positives über das Samsung Galaxy Note II berichten.

Haptik
Das Note II ist natürlich gegenüber anderen Smartphones groß, sehr groß und besticht durch sein 5,55 Zoll Display. Es liegt dennoch geschmeidig in der Hand und ja ich würde fast behaupten, es ein Handschmeichler. Da ich vorher mein iPhone 4 bereits sehr oft mit zwei Händen bedient hatte, fiel es mir bei dem Note II nicht schwer, mich dank der Größe drauf einzulassen. Aber selbst mit einer Hand läßt es sich gut bedienen und legt man seine Apps so, dass diese gut erreichbar sind, sollte die Einhand Bedienung kein Problem darstellen und funktioniert sogar sehr gut. Die Rückseite des Smartphones ist an den Rändern leicht abgerundet und gibt einem ein sicheres Gefühl in den Händen. Der Akkudeckel sitzt perfekt und nichts knarzt oder wackelt. Ich konnte keine Ecken oder „scharfen“ Kanten entdecken oder fühlen. Das ganze Smartphone ist sehr stimmig. Einzig was wünschenswert wäre, wenn die Kamera ein wenig im Gerät tiefer verbaut wäre. Damit man nicht jedes mal erst die Linse polieren muss, bevor man ein Foto machen kann. Denn dadurch das die Kameralinse mit dem Rückcover auf gleicher Höhe abschließt, kommt man mit den Handflächen sehr schnell dran und hat so ständig Abdrücke auf der Linse.

Der Homebutton liegt mittig unterhalb des Displays. Zwei Softkeys sind links und rechts vom Hardware Homebutton, für die weitere Bedienung des Note II, verbaut. Der Lautsprecher befindet sich unterhalb der Rückseite und der Einschub für den S Pen rechts unten. Oberhalb des Display ist die Hörmuschel verbaut, sowie der Helligkeitssensor und die Frontkamera. An der linken Seite ist die Lautstärke Wippe und an der rechten Seite der Power Button verbaut.

Als Gehäusematerial kommt Kunststoff/Polycarbonat zum Einsatz, was bei der Größe des Samsung Galaxy Note 2 durchaus sinnvoll ist, denn so kann das Gewicht mit 182 Gramm relativ gering gehalten werden. Glas und Aluminium, so wie beim iPhone 5 würde hier meines Erachtens wenig Sinn machen. Auch wenn die Materialen durchaus höherwertiger wären. Die weiße Version des Note 2 hatte für mich einen entscheidenden Vorteil, man sieht nicht jeden Tatscher der Hände auf der Rückseite.

Display
HD Super AMOLED mit 16 Millionen Farben und mit 1.280 x 720 Pixel sind eine klare Ansage. Das Display lässt von der Größe, den Farben und der Auflösung keine Wünsche offen. Nachdem ich bisher vom iPhone 4 und iPhone 4S Display begeistert war, kommt mir das nun fast wie eine monochrome Anzeige vor. Im direkten Vergleich eines Fotos auf beiden Geräten, schneidet das Note II auf jeden Fall besser ab. Die Druckpunkte sitzen perfekt und das Display reagiert schnell auf Wischgesten und Eingaben per Fingerdruck.

Trotz das das Display sehr lichtstark ist, hat man bei direkter Sonneneinstrahlung Probleme was zu erkennen. Damit haben aber alle aktuellen Smartphones noch zu kämpfen. Davon aber mal abgesehen, wer hält sein Smartphone schon direkt in die Sonne. Meistens wendet man sich ja doch etwas ab um auch seine Augen nicht zu sehr zu belasten. Hat man das Smartphone in einer KFZ Halterung und hat die direkte Sonne von hinten durch die Heckscheibe durch scheinen, kann man trotzdem noch alles gut ablesen. Notfalls gibt es entspiegelte Display-Schutzfolien und dann kann auch die Sonne dem Display kaum noch was hinsichtlich Reflexion anhaben.

Betriebssystem
Hier kommt zum einem Android 4.1 Jelly Bean und zum anderen Samsungs eigene TouchWiz -Benutzeroberfläche zum Einsatz. Was in früheren Android Versionen noch zahlreiche Probleme verursachte, dass beide Oberflächen nicht miteinander harmonieren wollten, sind diese Probleme nun aus der Welt geschafft. Man merkt kaum noch, dass hier zwei Benutzeroberflächen am werkeln sind. Auf technischer Ebene sind die Verbesserungen des Android-Frameworks die wohl wichtigste Optimierung unter Android 4.1: Unter dem Codenamen Project Butter hat Google dafür gesorgt, dass das Betriebssystem unter anderem dank Triple Buffering und VSync butterweich läuft. Das sorgt nicht nur insgesamt für eine bessere Performance, sondern lässt auch Apps deutlich schneller starten.

Das Platzieren von Widgets auf dem Homescreen wird mit Jelly Bean noch intuitiver: So verschieben sich bereits vorhandene Verknüpfungen selbsttätig um das neue Widget, oder dieses wird automatisch verkleinert, sollte der Platz auf dem Screen nicht ausreichen. Natürlich kann man Widgets und App Icons ganz nach seinen Wünschen anordnen und verschieben. Widgets können dabei oft sehr hilfreich sein und viele Infos auf einen Blick liefern. Ein Beispiel dafür sind das Kalender, Wetter oder EMail Widget.

Was ich nicht mehr vermissen möchte ist die Multi-Windows-Funktion, bei der man sich zwei Anwendungen gleichzeitig anzeigen lassen kann. Das wird damit realisiert, dass die Display Ansicht einfach geteilt wird. Das funktioniert im Hoch-sowie im Querformat. Noch sind für die Option nicht allzu-viele Anwendungen verfügbar, aber ich kann mir denken, dass weitere bei einem nächsten Firmware Update dazu kommen. Aktuell findet man folgende Anwendungen vor: EMail, Google Mail, Chrome, Galerie, youtube, Video-Player, Nachrichten, Twitter, Facebook, Maps, ChatOn, Talk, Internet und S Note. Ihr seht, die wichtigsten Anwendungen sind verfügbar und daher für die meisten Anwender vollkommen ausreichend.

S Pen
Ich muss ehrlich zugeben, viel habe ich den S Pen bisher noch nicht genutzt. Der S Pen kommt so richtig zur Geltung bei den diversen Anwendungen wie in Galerie, Video Player, Notizen oder einfach um den Schnellzugriff zu starten um Anwendungen mit einem Kurzbefehl zu öffnen. Die Stifteingabe beim Schreiben funktioniert sehr gut, aber mit der Worterkennung hapert es dann doch wieder. Oftmals gibt es Probleme zwischen einer „null“ oder einem „o“ zu unterscheiden. EMail sind für mich schneller per Tastatur Eingabe geschrieben, als mit dem Stift. In der Galerie lässt sich der Ordner Inhalt in kleinen Thumbnail anzeigen, in dem man mit dem S Pen einfach drüber hovert. Dabei muss das Display noch nicht mal berührt werden. Ein Punkt zeigt an, wo der Stift auf dem Display auftreffen würde. Das funktioniert genauso bei dem bereits installierten Video Player. Video abspielen und mit dem S Pen ein Stück weiter drüber hovern und schon bekommt man wieder eine kleine Vorschau angezeigt. Auf dem S Pen werde ich noch näher in einem extra Blog Beitrag eingehen und euch vorstellen.

Prozessor
Angetrieben von einem 1.6GHz schnellen Exynos 4412 Quad-Core-Prozessor geht das Note II ab wie eine Rakete. Bisher konnte ich kein vergleichbares Smartphone finden. Auch wenn als direkter Konkurrent das iPhone 5 dient, muss ich sagen, dass sich die Anwendungen auf dem Note II um einiges schneller öffnen und vollständig geladen sind. Als Beispiel soll die Facebook App dienen. Starte ich die App auf dem Note II ist die diese innerhalb von zwei Sekunden startklar. Beim iPhone dauert es mindestens vier Sekunden. Nicht viel, aber es fällt trotzdem negativ auf dem iPhone auf. Spiele machen auf dem Note II mal so richtig Spaß. Nicht nur das diese in der Regel sehr schnell starten, laufen diese auch noch schnell und ohne Verzögerungen. Man hat also verdammt viel Spaß. Auf dem Note II funktioniert alles flüssig und ohne ersichtliche Verzögerungen oder Ruckler. Da merkt man die Power die unter der Haube steckt.

Kamera
8 Megapixel-Auflösung rocken schon und auf dem AMOLED Display, wie auf dem kalibrierten Desktop Monitor, sehen Fotos einfach klasse aus. Satte Farben, brillante Schärfe dank Bildstabilisator und bei normalen Lichtverhältnissen kein Bildrauschen. Die Kamera hat ihre Stärken und Schwächen. Hier muss ich zugeben, liegt die iPhone 4S und iPhone 5 klar im Vorteil. Mit Licht und Schatten kommt diese einfach besser klar. Ein Klick auf die mittlere Belichtung und schon passt sich die iPhone Kamera der Lichtsituation besser an. Bei der Samsung Kamera habe ich diese Möglichkeit bisher nicht entdeckt. Klicke ich auf das Display des Foto was ich fotografieren möchte, fokussiert sich die Kamera nur scharf, passt sich in dem Bereich aber nicht der Lichtsituation an. Samsung bietet aber dafür ein umfangreiche Einstellmöglichkeiten, die das iPhone nicht bietet. Angefangen von den unterschiedlichsten Aufnahmemodus, Effekten und diversen Einstellungen wie HDR, Panorama, Serienbilder, Belichtungswerte, Weißabgleich, ISO (100 – 800), Automatischer Kontrast, Bildstabilisation, GPS Tag, Hilfslinien und vielem mehr. Sind die Lichtverhältnisse eher bescheiden, wie in dunklen Räumen, in der Dämmerung oder Abendstunden sind die Fotos doch verrauscht und das Farbrauschen sichtbar.

Hier seht ihr zwei Fotos, bei denen man sehr gut erkennen kann, dass die Kamera Probleme hat, sobald die Lichtverhältnisse sehr extrem sind. In den beiden Beispielen von Schatten und Licht.

Ein paar technische Fakten: Digitale Fotos in 8 Megapixel-Auflösung (3.264 x 2.448 Pixel). Frontkamera mit 1,9 Megapixel-Auflösung (1.392 x 1.392 Pixel). Videokamera-Funktion mit Full HD-Qualität (1.920 x 1.080 Pixel).

Video
Die Videoqualität kann sich locker mit anderen Smartphones oder einer DSLR Kamera messen. Selbst bei schnellen Bewegungen (siehe am Ende des Videos) sind keine Pixel oder Verwaschungen sichtbar. Die Farben werden natürlich wiedergegeben und die Bild-Schärfe bleibt durchgehend erhalten.

Datenübertragung
WLAN 802.11a/b/g/n (2,4 + 5 GHz), HSUPA bis zu 5,76 MBit/Sek., HSPA+ bis zu 21 MBit/s, Wi-Fi direct, Bluetooth 4.0, Bluetooth mit Stereo-Audio-Streaming, USB-Tethering, WLAN Tethering, Wi-Fi direct, EDGE, GPRS, UMTS, TV Ausgang (optional über HDTV-Adapterkabel), S Beam, Android Beam und Buddy Photo Share-Funktion. Hier machte bei mir ganz klar das Note II gegenüber dem iPhone 4 und iPhone 4S das Rennen. Das Note II bringt das HSPA+ voll zur Geltung. Bei beiden Tests diente 1&1 (Vodafone Netz) als Netzprovider.

Akkuverbrauch
Das Note II kommt mit einem starken Li-Ion (3.100 mAh) Akku, der für genügend Power sorgt. Samsung gibt dazu folgende Infos: Gesprächszeit (2G) bis zu 35 Std., Gesprächszeit (3G) bis zu 16,5 Std., Stand-by (2G) bis zu 980 Std. und Stand-by (3G) bis zu 510 Std. Ich habe mein Smartphone natürlich intensiv genutzt. Video anschauen, Musik hören, Chatten via WhatsApp Messenger, EMail schreiben, telefonieren, surfen und Games zocken. Der Akku hielt ungefähr 36 Stunden durch, bevor er wieder aufgeladen werden musste. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass andere Smartphones kaum einen Tag durchhalten. Dafür natürlich auf einen schwächeren Akku haben, aber auch nur ein kleineres Display was mit „Saft“ versorgt werden muss.

Fazit
Den Schritt weg von Apples iPhone und hin zum Samsung Galaxy Note II habe ich bisher keine einzige Minute bereut und das obwohl ich von mir behaupten kann, ein überzeugter Apple Fanboy zu sein. Lange hat mich Apple als iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, iPad und iPod touch begleitet und ich war immer begeistert, was ich immer noch bin. Aber, Samsung hat es geschafft und konnte mich mit einem durchaus tollem Produkt überzeugen und was viel wichtiger ist, begeistern. Danke dafür, Samsung. Das Note II ist verdammt schnell, die Benutzeroberfläche für selbst diejenigen die keine Android Erfahrung haben, intuitiv und selbsterklärend. Mit dem großen Display macht es Spaß im web zu surfen, EMails zu lesen, zu chatten und Games zu zocken. Noch nie hatte mich ein Smartphone (ausgenommen das iPhone) so begeistern können.

Die Möglichkeiten mit Android zu arbeiten, sind nahezu unbegrenzt und ich denke hier wird sich noch einiges tun. Während man bei iOS doch sehr eingeschränkt ist, genieße ich die Freiheiten die man mit Android hat. Auch wenn ich iOS immer noch sehr zu schätzen weiß. Vor allem das bei Apple die Hard-und Software so perfekt harmoniert. Aber nun heißt es für mich, dass Samsung Galaxy Note II einfach zu genießen und Spaß zu haben.

Noch Fragen? Dann immer her damit.

Interesse geweckt? Du kannst das Samsung Galaxy Note II bei Amazon kaufen. Einfach dazu auf den Banner klicken.

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Über den Autor

Michael Wünsche

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2 Kommentare

  1. danielXY

    schöner bericht, danke! den USB-adapter hab ich mir auch gleich bestellt… 🙂

    schau immer gern wieder hier rein um neue tipps und tricks zum note 2 zu bekommen, vielleicht wäre das eine idee für noch einen artikell, der nur die vielen software funktionen vorstellt, da die doch sehr ausführlich sind…

    danke für den testbericht

  2. michavoxs

    Danke.

    Die Idee hatte ich bereits auch schon. Allerdings wird man damit im internet schon mit sovielen Beiträgen und Videos überhäuft, dass ich mir die Arbeit einfach erspart hatte.

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